Das Geheimnis positiver Gedanken

Folge dem Licht der positiven Gefühle

„Follow the light of positive emotions“

Also auf deutsch „Folge dem Licht der positiven Gefühle“. Der Satz stammt von der amerikanischen Psychologin und Glücksforscherin Sonja Lyubomiersky. Ein sehr schöner Satz, wie ich finde. Wie ist dieser Satz zu verstehen? Forscher gehen davon aus, dass eine positive Denkweise (positive mindset) die Art und Weise, wie wir die Welt sehen verändert. Tatsächlich haben Wissenschaftler, darunter auch Lyubomiersky herausgefunden, dass Glück und Zufriedenheit im Leben von folgenden Faktoren abhängt:

  • Glück hängt zu 50% von den Genen ab
  • Glück hängt zu 10% von den Lebensumstände ab
  • Glück hängt zu 40% von bewusst gesetzten Aktivitäten ab

Ist Glück vererbbar?

Nun ja, die Veranlagung zum Glück liegt wohl doch zu einem recht hohen Prozentsatz in unseren Genen. Tatsächlich: Aysu Okbay von der Universität Rotterdam und ihr Team fanden heraus, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen Genvarianten und Glücksempfinden gibt. Genauer gesagt fanden sie drei Genvarianten, die mit Glück und Zufriedenheit zusammenhängen und zwei, die Depressionen begünstigen. In diesem Sinne: Ja, Glück ist vererbbar. Aber keine Sorge, Glück hängt auch noch von anderen Faktoren ab.

Glückliche Lebensumstände?

Wir sehen: Unsere Lebensumstände haben zwar einen Einfluss, darauf, ob wir glücklich sind oder nicht. Allerdings nicht so intensiv, wie wir immer denken. Lebensumstände – was ist damit überhaupt gemeint? Etwa die Hoffnung, dass mich ein neuer Job, ein anderer Partner oder ein Kind glücklicher machen. Oder auch die Annahme, dass ich glücklicher bin, wenn ich schöner, jünger, reicher oder schlanker bin. Ja, selbstverständlich haben unsere Lebensumstände einen Einfluss auf unsere Zufriedenheit, aber eben nicht so stark, wie angenommen.

Bewusste Aktivitäten machen glücklich

 

Bewusste Aktivitäten und unsere Denkweise hingegen beeinflussen unser Glücksgefühl viel stärker. Alleine durch meine Tätigkeiten kann ich mein Lebensgefühl also positiv, aber leider auch negativ beeinflussen. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass es enorm wichtig ist, Dinge zu tun, die uns Freude bereiten. Das ist natürliche etwas sehr individuelles. Ich zum Beispiel bin gerne in der Natur, mache ab und zu Yoga und meditiere regelmäßig. Andere kochen vielleicht gerne, lesen ein gutes Buch oder gehen Joggen.

Was machen glückliche Menschen?

Vor allem Anhänger der positiven Psychologie beschäftigen sich mit der Frage, was glückliche Menschen eigentlich machen? Und in weiterer Folge, wie sich Körperfunktionen und Hormone in Glücksmomenten verändern oder beeinflusst werden. Im Grunde geht es um folgende Frage: Wie wird man erfolgreich und nachhaltig glücklich? Nun ja, Forschungen legen nahe, dass glückliche Menschen:

  • stabile soziale Beziehungen haben
  • Dankbarkeit zeigen
  • hilfsbereit sind
  • optimistisch in die Zukunft schauen
  • im Moment leben und glückliche Momente bewusst erleben
  • regelmäßig körperliche Übungen machen
  • oft spirituell oder religiös sind
  • ein Lebensziel haben

Glücksübung: 3 positive Momente

Wir sehen: es gibt ein Glücksrezept. Wie können wir unseren eigenen Glückskuchen backen? In der ersten Woche geht es nun darum, glückliche Momente aufzuspüren und uns diese überhaupt erst einmal bewusst zu machen. Wichtig ist es allerdings auch, im Hinterkopf zu behalten, dass es sich bei der Übung um einen Prozess handelt. Das heißt: Je öfter wir die Übung praktizieren, desto effektiver ist sie. Daher: regelmäßig üben. So geht’s.

  • Schreibe 3 gute Dinge auf, die dir heute passiert sind.
  • Überlege dir für jeden guten Moment einen Titel oder eine Überschrift
  • Notiere ganz genau, was passiert ist. Versuche so detailliert wir möglich zu sein. Notiere auch, wenn andere Personen daran beteiligt waren und was genau sie getan und gesagt haben.
    Jetzt überlege dir, wie du dich dabei gefühlt hast. Versuche dabei zu unterscheiden: wie habe ich mich während des Moments gefühlt? Wie fühle ich mich jetzt, wenn ich an diesen Moment denke?
  • 5-7 Tage, 10-15 Minuten pro Tag

Mikromomente

Ganz ehrlich, manchmal ist es schwierig ein einziges positives Erlebnis pro Tag aufzuspüren – zumindest ging es mir am Anfang so mit dieser Übung. Schöne Momente bewusst erleben? Eine Herausforderung! Ist es nicht so, dass wir oft so negativ programmiert sind, dass wir den positiven Dingen in unserem Leben gar keine Beachtung mehr schenken? Ja, also bei mir ist es zumindest so (gewesen). Ich muss mir schöne Momente bewusst machen und mich selbst daran erinnern. Schlimm, aber wahr.

Kleine Lichter aufspüren

Ich habe dann einfach angefangen mich an kleine, schöne, vielleicht auf den ersten Blick unbedeutenden Momente, zu erinnern, sogenannte „Mikromomente“. Was für Momente können das sein? Warme Sonnenstrahlen im Gesicht, ein herrlicher Kaffee, eine nette Unterhaltung. Oft sind wir umgeben von schönen Momenten, ohne sie zu bemerken. Bei der Übung geht es genau darum, diese kleinen Lichter in unserem Leben aufzuspüren und sie uns bewusst zu machen. Kleine oder große Glücksmomente sind also die Lichter; das Bewusstmachen dieser Momente ist der Weg, dem wir folgen können. Vielleicht führt er uns ja zu einem zufriedenerem Leben.

Quellen/Links:
Mehr über die erwähnten Genvarianten 

Vielleicht interessierst du dich für den Kurs „Science of Happiness„?

Quelle und Inspiration:
Alle Übungen sind inspiriert durch den Kurs „Science of Happiness“ 
organisiert vom Greater Good Science Center der UC Berkeley

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