Warum schnurren Katzen eigentlich?

Warum schnurrt die Katze?

Katzen ohne schnurren, das geht ja wohl gar nicht. Katzen sind für ihr sanftes, sonores, beruhigendes Schnurr-Geräusch bekannt. Katzenbesitzer kennen es nur all zu gut. Wenn sich die Katze wohlfühlt, dann fängt sie an zu schnurren. Manch ein Stubentiger schnurrt lauter, ein anderer wiederum etwas leiser; Schnurren ist in allen Tonlagen möglich. Doch unsere geliebten Samtpfoten schnurren nicht nur, wenn sie sich wohl fühlen, sondern beispielsweise auch, wenn sie Futter möchten oder ängstlich bzw. verletzt sind. Übrigens: fast alle Katzenarten, egal ob Groß- oder Kleinkatze – schnurren.

Schnurren ist Kommunikation

Schnurren ist vermutlich eines der allerersten Kommunikationsgeräusche von Babykatzen. Diese schnurren, wenn sie von ihrer Mutter gestillt werden. Auch die Mutterkatze schnurrt, um ihre Jungen beim Stillen zu beruhigen. In den ersten Tagen können Katzenbabys überhaupt nicht sehen. Schnurren ist somit die einzige Möglichkeit, um mit der Mutter zu kommunizieren und daher überlebenswichtig. Das angenehme Brummgeräusch ist also ganz allgemein eine Art zu kommunizieren.

Schnurren – mehr als nur ein entspannendes Geräusch

Warum genau Katzen schnurren und welche Funktion das Geräusch eigentlich hat, darüber herrscht unter den Katzenexperten Uneinigkeit. Einig sind sie sich aber in der Annahme, dass das Schnurren bei Katzen mehr Bedeutung und Funktionen hat, als bis dato angenommen. Schnurren ist also nicht nur ein entspannendes Geräusch, sondern viel mehr. Katzen können duch schnurren nämlich ihre Heilung beschleunigen. Das ist äußerst faszinierend, nicht wahr? Katzen können sich also, so wird zumindest vermutet, durch Töne selbst heilen. Was genau bedeutet das?

Katze heilt sich selbst

Nun gut, es ist äußerst naheliegend, dass Katzen schnurren, um sich selbst zu beruhigen. Wissenschaftler haben allerdings herausgefunden, dass Knochenbrüche bei Katzen schneller heilen, als bei anderen Tieren. Jetzt wird es spannend: die Schnurr-Frequenz liegt nämlich zwischen 27 und 44 Herz. Diese Frequenz begünstig Knochenwachstum – bei Katzen genauso, wie bei Menschen. Schnurren ist also medizinisch äußerst sinnvoll. Warum wissen wir das? Wissenschaftler um Prof. Dr. Leo Brunnberger haben herausgefunden, dass Schnurren die Muskulatur anregt, was wiederum den Knochenwuchs fördert. Knochen bekommen dadurch mehr Dichte und gebrochene Knochen heilen schneller.

Schnurren heilt Katz und Mensch

Wenn die Samtpfote schnurrt, dann vibriert der ganze Körper. Diese Vibrationen wiederum lösen Muskelverspannungen. Der Körper entspannt sich. Dies ist bei der Katze, Angst, Schmerz und Stresslösend. Katzenfans können diese Phänomenen sicherlich auch bei sich selbst bestätigen. Der tägliche Kontakt zur geliebten Katze entspannt und macht Freude. Außerdem haben schnurrende Katzen auf ihre menschlichen Gefährten eine blutdrucksenkende Wirkung. Es wird sogar behauptet, dass Katzen Schlafstörungen und Stress reduzieren können. Gar nicht mal schlecht, so einen Selbstheilungsschnurrmechanismus eingebaut zu haben, oder?

(c) Vnukko

 

Advertisements

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s