Dankbarkeit als Quelle zum Glück

Ist dein Leben bestimmt von folgenden Aussagen?

  • „Ich bin für vieles in meinem Leben dankbar“
  • „Es gibt viele Menschen, denen ich dankbar bin“
  • „Ich bin dankbar für die Erlebnisse in meinem Leben“

Jeder von uns kennt das Gefühl der Dankbarkeit. Dankbarkeit ist seit jeher eine Tugend. Eine menschliche Zivilisation ohne Dankbarkeit wäre vermutlich gar nicht möglich. Tatsächlich ist Dankbarkeit eine wichtige und zentrale Emotion einer kooperativen, friedlichen Gesellschaft. Doch wie oft fühlst du  ganz bewusst Dankbarkeit? Wie oft schaffst du es, die wichtigen Personen, bereichernden Ereignisse und schönen Dinge in deinem Leben wertzuschätzen und dankbar dafür zu sein? Ist es nicht viel eher so, dass wir all die guten Dinge in unserem Leben als selbstverständlich sehen? Was würde sich in deinem Leben und deiner Einstellung zum Leben ändern, wenn du ganz bewusst Dankbarkeit fühlst?

Gratitude-Mindset: dankbar durch’s Leben

Robert Emmons, Dankbarkeitsexperte, Professor für Psychologie an der University of California und Autor des Buches „Thanks!“, geht davon aus, dass Menschen, die Dankbarkeit empfinden gesünder und zufriedener sind. Emmons ist der Meinung dass es jedoch einen Unterschied gibt zwischen echter, tiefer Dankbarkeit und der Gewohnheit sich zu bedanken. Außerdem ist er überzeugt, dass Dankbarkeit Heilung bringt, Energie liefert und sogar Leben verändern kann. In unzähligen Studien, fand Emmons heraus, dass Personen, die ein sogenanntes „Gratitude-Mindset“ aufweisen optimistischer, prosozialer, großzügiger, gesünder und zufriedener sind. Außerdem führen sie glücklichere Beziehungen und haben weniger Depressionen und/oder toxische Gedanken.

Siehst du dein Leben als Last oder Geschenk?

Betrachtest du das Leben eher als Last oder als Geschenk? Nun ja, Emmons ist der Meinung, dass dankbare Menschen, das Leben mit all seinen Hürden, Herausforderungen und Hindernissen als Geschenk sehen. Eine dankbare Person ist für jedes Erlebnis, sei es nun positiv oder negativ, dankbar. Du bist dir nicht sicher, ob du genug Dankbarkeit empfindest und wozu das überhaupt gut sein soll? Zwei sehr effektive Übungen, um uns Dankbarkeit in unserem Leben bewusst zu machen und diese zu kultivieren sind der Dankbarkeitsbrief als auch ein Dankbarkeitstagebuch. Oftmals nehmen wir die guten Dinge in unserem Leben als selbstverständlich hin. Diese Übungen helfen dir dabei, den positiven Dingen mehr Aufmerksamkeit und Bewusstheit zu verleihen. Damit können wir mehr Wertschätzung für die positiven Dinge in unserem Leben entwickeln.

Glücksübung Nummer 8: Dankbarkeitsbrief

Warum wirkt der Dankbarkeitsbrief? Mit einem Dankbarkeitsbrief erinnerst du dich ganz bewusst an positive Ereignisse in deinem Leben. Vielleicht fühlst du dich dadurch weniger einsam, wenn du dich daran erinnerst, dass es Menschen gibt, die für dich da sind/waren und dir geholfen haben. Ein persönlicher Besuch oder auch ein Telefonat mit der Person, stärkt gleichzeitig deine sozialen Beziehungen.

Dankbarkeitsbrief: so geht’s

  • Denke an eine Person, die dir geholfen hat, bei der du dich nie richtig bedankt hast. Dies kann ein Verwandter, Bekannte, Partner, Freund, Kollege, etc sein. Idealerweise sollte es eine Person sein, die noch am Leben ist, die du tatsächlich treffen kannst.
  • Schreibe einen Brief an diese Person. Beschreibe folgendes darin: Was hat diese Person für dich gemacht? Warum bist du ihr dafür dankbar? Inwiefern hat sie dein Leben beeinflusst? Schreibe darüber, was du derzeit machst und wie das Verhalten der Person, dein Leben immer noch beeinflusst.
  • Schreibe ca. 1 Seite
  • Überlege dir, wie du den Brief der Person überbringen kannst. Vielleicht kannst du sie treffen und ihr den Brief vorlesen? Der Dankbarkeitsbrief hat einen größeren Einfluss, wenn wir unsere positiven Gefühle mit der Person teilen, für die der Brief bestimmt ist.
  • Wenn du soweit bist: Lese den Brief vor. Beobachte dabei deine eigenen Gefühle als auch die Gefühle und Reaktionen des Empfängers.
  • Sei im Anschluss offen für Diskussionen
  • Überlasse der Person deinen Dankbarkeitsbrief

Glücksübung Nummer 9: Dankbarkeitstagebuch

Eine besonders effektive Übung, ist es ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Empfohlen wird es, 1-3x pro Woche an 5 Dinge, Ereignisse, die passiert sind, zu denken, für die du dankbar bist. Diese Ereignisse können klein und unbedeutend sein, zB ein schmackhaftes Mittagessen. Sie können aber auch größer und bedeutender sein, zB, wenn deine Schwester ein gesundes Kind auf die Welt gebracht hat.

Dankbarkeitstagebuch: so geht’s

  • Sei so genau wie möglich
  • Go for depth over breadth: gehe lieber in die Tiefe statt in die Breite
  • Get personal: besser ist es, wenn wir Personen dankbar sind, nicht unbedingt Dingen
  • Stelle dir vor, wie dein Leben ohne dieser bestimmten Person oder Dinge wäre.
  • Versuche positive, schöne Ereignisse, Situationen, Dinge als Geschenke „Gifts“ zu sehen
  • Savor surprises. Versuche dankbar für unerwartete und überraschende Ereignisse zu sein.
  • Versuche unterschiedliche Situationen zu finden, nicht immer die selben Menschen und Dinge.
  • Schreibe regelmäßig
  • Nimm dir 15 Minuten Zeit, 1-3 mal pro Woche

Danke, dass du diesen Artikel zu Ende gelesen hast. Viel Erfolg beim Erforschen deiner Dankbarkeit!

Dankbarkeit

Quelle und Inspiration:
Alle Übungen sind inspiriert durch den Kurs „Science of Happiness“ 
organisiert vom Greater Good Science Center der UC Berkeley

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